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Service - Stativsysteme

 
 

kleines Stativbrevier

Geschichte der Stativentwicklung Wissen über Stative
Eigentlich ging in der Anfangszeit des Films alles sehr behäbig zu, - Aus der Fotografie hatte man die Holzstative übernommen und dazu gesellte sich der ursprüngliche Schwenkkopf!
Es wurden damals bereits erstaunliche Ergebnisse mit diesen für heutige Verhältnisse sehr primitiven Köpfen erzielt.
 
Neben Friktionsköpfen, die ebenfalls vereinzelt Verwendung fanden, wobei die Reibung durch Metall auf Metall erfolgte und der Kameramann oder Schwenker die volle Verantwortung für einen vernünftigen Bewegungsablauf hatten, setzte sich in den 70er Jahren immer mehr der
Hydrokopf durch.
Die ersten Hydrokopf-Konstruktionen waren noch mit einer einzigen Dämpfung versehen, wobei
diese, - wie viele Kameraleute leidvoll erfahren mussten, nach einiger Zeit leckten und Fett bzw. Öl austrat.
Zudem waren diese Köpfe extrem Temperatur-empfindlich, wodurch die
Dämpfung unerwünscht stark variierte.
Die Entwicklung wurde aber zügig durch die zunehmende Medialisierung und Verwendung neuer Materialien vorangetrieben, so dass die anfänglichen Probleme mittlerweile der Vergangenheit
angehören.

< eine der legendären Kameras von Mitchell

Die heutigen Köpfe sind erheblich leichter, wobei eine Bodenplatte, die an der Unterseite der
Kamera befestigt wird, eine keilförmige Seitenführung besitzt und mit Hilfe einer Schnapp - oder Schnellverriegelung auf dem Stativkopf extrem genau eingekeilt wird, so dass eine unverrückbare und absolut feste Verbindung mit dem eigentlichen Stativ-Kopf gewährleistet ist.
Die Kamera ist daher ohne umständliche Handhabung sofort wieder vom Stativkopf ab
nehmbar!
Aufwendige Stativkopfkonstruktionen erlauben bis zu annähernd 12 verschiedene Dämpfungsstufen in der vertikalen und horizontalen Ebene.
Durch Abschaltung dieser Dämpfung lassen sich bei Bedarf dann extrem schnelle Reißschwenks vollführen!
Mittels der einstellbaren Dämpfungsregler (Räder) kann am Schluss eines Schwenkbereiches die Kamera möglichst weich abgebremst werden. Zusätzlich sind im Stativkopf Bremsen vorgesehen, die durch Einstellhebel die entsprechende horizontale oder vertikale Kameraeinstellung fixieren helfen.
Als Paradebeispiel eines modernen Schwenkkopfes wird dies hier am Beispiel des Vector 900 der Firma Vinten gezeigt, welcher hauptsächlich für Studiokameras bis zu 90kg Verwendung findet.
Höherwertige Stativköpfe (Schwenkköpfe) bieten zudem mittels einstellbarer Federsysteme und verschiebbaren Bodenplatten (Keilplatten) optimale Möglichkeiten die aufgesetzte Kamera so auszubalancieren, dass die Kamera in jeder vertikalen Winkellage beim loslassen des Schwenkarmes ohne die geringste Kippneigung in der momentanen Position verharrt!

 
auch hier bei dem Qualitätskopf
Panther X15 sind die vertikalen und horizontalen Einstell-Handräder für den perfekten Gewichtsausgleich in 12 Stufen (blau) gut zu erkennen!

Panther X15 Qualitätskopf von 3 bis 15kg

 
Ist der Schwenkkopf am Stativ montiert, kann mit Hilfe der eingebauten Wasserwaage (Libelle) der komplette Kopf mittels großer gummierter Handschraube so austariert werden, dass er absolut waagerecht zum Erdmittelpunkt steht!
Dies ist für einen optimalen Horizontalschwenk unbedingt erforderlich damit Bildsequenzen im Endbereich eines Schwenks nicht zu kippen beginnen.
Die letztgenannten professionellen Schwenkköpfe sind durchweg in höheren Preissegmenten angesiedelt, wobei Preise im Bereich von ca. 1.300,- bis über 5000,- Euro nur für den Schwenkkopf nicht ungewöhnlich sind.
Professionelle Schwenkköpfe für die schweren Film und Videokameras liegen noch weit darüber.
Für den semiprofessionellen Bereich bieten wir bereits gute Stativsysteme ab ca. 350,- Euro!

     
 

Die Innenansicht des
Manfrotto Fluidkopf
MF-503

 
Für hochwertige Film - oder Videoproduktionen sollten zwingend auch die entsprechend hochwertigen Stativsysteme zur Anwendung kommen!
Da hochwertige und aufwendige Projekte im allgemeinen auch relativ hohe Summen verschlingen, bieten wir bei Bedarf entsprechende Stativsystem im Verleih an!

Der Gewichtsausgleich  (Counterbalance - was ist das eigentlich?)

Eine Kamera auf dem Stativkopf ist selten so ausbalanciert, dass diese exakt den Gewichtsmittelpunkt der Kamera erfasst. Zudem ist die Verteilung des Kameragewichts abhängig von den zusätzlichen Anbauten wie Objektiv, Akkus sowie der sinnvollen Anbringung eines Kompendiums oder die Montage eines drahtlosen Audioempfängers.
Hochwertige Stativköpfe (exakter: Schwenk-Neigeköpfe) verfügen daher über Ausgleichssysteme, um die Kamera auf dem Schwenk-Neigekopf besser auszubalancieren!
Dies wird allgemein mittels Federn im inneren des Kopfes, - die durch äußere Hebel oder Drehknaufe eingestellt werden und zusätzlich horizontales Verschieben der Kameraplatte erwirkt, die dieses Fehlgewicht dadurch kompensieren.
Wenn eine Kamera optimal ausbalanciert wurde, kann die Kamera auf dem Kopf weder zur Frontseite noch nach hinten wegkippen und die wichtige Dämpfung des Schwenk-Neigekopfes arbeitet optimal!

Erzielen einer "Perfekten Balance" über den vollen Neigungswinkel von 180°

1. Setzen Sie die Kamera mit der verschiebbaren Kamera-Montageplatte auf den Schwenk-Neigekopf (Stativkopf).
Stellen Sie anschließend den Gewichtsausgleich auf Minimum und positionieren bzw. schieben Sie die Kamera so, dass diese entweder abkippt oder sich von beiden (Horizontal-)seiten gleichermaßen wieder aufrichtet, - sich also in der Balance befindet.
2. Sollte der Kopf vom Schwerpunkt wegkippen, so drehen Sie das Einstellrad oder Knopf des Gewichtsausgleichssystems im Urzeigersinn. Wenn der Kopf in die aufrechte Position nun zurückfedert, drehen Sie den Einstellknopf/Rad gegen den Urzeigersinn.

3. Die Perfekte Balance" ist erreicht, wenn die Kamera ohne eine Unterstützung in jeder Neigeposition beim loslassen des Schwenkarm verbleibt ohne nach oben oder unten nach-zukippen.

Wie transportiere ich mein Stativ optimal?

Da Stativsystem hochpräzise Geräte darstellen, sollten sie sehr sorgsam behandelt werden und besonders für den Transport in einem Kunststoffköcher oder in einer soliden gepolsterten Tragetasche verstaut werden. Lösen Sie dabei für eine lange Lebensdauer des Kopfes möglichst alle Bremsen und stellen die Dämpfung auf NULL!
Bei fast allen Stativen können vorhandene Mittel - oder Bodenspinnen am Stativ nach innen geklappt bzw. eingeschwenkt werden u. damit für den Transport am Stativ verbleiben!

Fragen die häufig in Verbindung mit Stativsystemen  gestellt werden:

Welches Stativsystem ist für meine Videokamera optimal?
Für welchen Preis bekomme ich dieses System?
melden Sie sich, - wir helfen Ihnen bei der Entscheidung!
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