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1.

Grundregeln für gute Videofilme

   

Stativwissen

2. Videobearbeitung am PC      
3. Regeln und Gesetze für den Videofilmer      
4. Vertonung von Videofilmen      
 

Das Mikrofon und seine Funktion

     

 Wichtige Grundregeln für gute Videofilme

Gezielte Aufnahmen. Mit allen Sinnen Filmen ist oberstes Gebot. Erst dann, wenn Sie das Motiv im Auge haben, sollte die REC-Taste am Camcorder gedrückt werden, wobei Sie immer versuchen sollten, eine interessante und spannende Geschichte zu erzählen.

Knappe Szenen.
Lange Einstellungen sind langweilig, es sei denn, sie sind besonders gut gemacht. Üben Sie mit kurzen Szenen. Versuchen Sie den Zuschauer wach zu halten und sein Interesse zu wecken.

Tiefe und Dynamik.
Das Bild bekommt Tiefe, wenn der Vordergrund mit einbezogen wird. Diagonale Linien - etwa Straßen oder Gebäude - bringen  neben interessanten Bildern auch eine Dynamik in die Szene. Beschäftigen Sie sich einmal grundlegend mit dem Goldenen Schnitt!

Nah ran.
Das Wichtigste muss möglichst groß ins Bild: Gehen Sie möglichst nah ans Motiv. Der Einsatz des Zooms ist nicht immer die ideale Lösung.

Totale.
Die Totale sollte immer den Ort der Handlung zeigen, denn ohne diese Einstellung fehlt dem Zuschauer der Bezug.

Motiv in der Mitte.
Das Hauptmotiv gehört in die Mitte. Nur für besondere Effekte weicht man von dieser Regel ab.

Perspektive.
Filmen Sie aus verschiedenen Perspektiven und nicht nur aus Augenhöhe. Ein Kameramann sollte liegen, sitzen, hocken, stehen und sogar auf Leitern oder Gebäude steigen, wobei aber eine der obersten Grundregel nicht verletzt werden sollte: Keine Achsensprünge, da der Betrachter sich häufig dann nicht mehr zurechtfindet.

Licht und Schatten.
Erstklassige Innenaufnahmen sollten gut ausgeleuchtet werden: Indirekte Lichtquellen für weiches Licht, wobei sich billige Styropurplatten als idealer  Reflektor bestens eignen. Spots immer dann einsetzen wenn plastische Effekte gewünscht werden.

Bildruhe.
Eine ruhige Kamerahaltung ist oberstes Gebot. Verwenden Sie trotz moderner Antiwackeltechnik in den Camcordern möglichst immer ein Stativ.

Sparsam Zoomen.
Eine Zoomfahrt zieht den Betrachter ins Bild, suggeriert Bewegung und ermöglicht gezielte Effekte. Häufiges Zoomen wirkt aber sehr unruhig. Zoomen Sie daher nie in einer Aufnahme hin und her.

Selten Schwenken.
Viele Schwenks wirken hektisch und planlos. Dem Zuschauer reißt der »Faden«, er folgt nicht mehr. Schwenken Sie selten, wenn aber, dann gezielt und vor allem langsam.

Ruhepunkte.
Zoomfahrt und Schwenk verbinden stets zwei Motiveinstellungen. Der Zuschauer muss diese Bilder erst erfassen. Anfang und Ende der Szene sollten daher mindestens etwa 2-3 Sekunden lang stehen.

Kamerafahrten.
Die tatsächliche Bewegung des Kameramanns bringt oft mehr als Schwenk und Zoom. 
Experimentiert ein wenig auch mit im Alltag verfügbaren rollenden Gerätschaften wie z. B. einem Einkaufswagen für einen Euro aus dem Supermarkt. (wieder zurückbringen!)
Hiermit lassen sich herrliche Fahraufnahmen bei ebenen Flächen machen. Bei Unebenheiten kann eine lange Aluleiter mit unterlegten Holzkeilen; Klötzchen
u. zur Feinabstimmung auch Bierdeckel helfen. Auf die ausbalancierte Leiter werden dann preiswerte Spanplatten (Einmannplatten) gelegt, wobei in bestimmten Fällen eine gerade Führung des Einkaufswagens mit Hilfe von Dachlatten, die mittig in Längsrichtung montiert werden müssen, erforderlich werden kann. (kleine Zusätze am Einkaufwagen sind dann erforderlich)
Die Fahraufnahmen
stehen fast in nichts denen professioneller Dollys nach.

Ihr seht, hierbei ist nur ein wenig Gehirnschmalz gefragt.
 

 

Videobearbeitung am PC

In privaten Haushalten nutzen heute schon etwa 70% einen Personalcomputer (PC), wobei einige sogar über zwei oder mehr dieser PC´s verfügen. Und weil nun einmal Videokamerabesitzer innovative Leute sind mit Begeisterung für Technik, verfügen sie im allgemeinen auch über einen solchen Heimcomputer. Da ist es doch nahe liegend, die Videonachbearbeitung mit dem einmal vorhandenen PC und einer mittlerweile kostengünstigen Software aufzurüsten, um dem Traum von einem gut gemachten Videofilm etwas näher zu kommen.

Was kann man also machen, um einen vorhandenen PC Videotauglich aufzurüsten?

Vor kurzer Zeit war es noch unumgänglich mehrere Steckkarten in den PC einzubauen. Heute bietet der Markt bereits AV-PC-Videokarten die alle diese Funktionen in sich vereinen. Und falls man etwas tiefer in die "Tasche" greift, erhält man Steckkarten mit der notwendigen Software die fast alle Bedürfnisse erfüllen. Neben den üblichen Analogen Ein- und Ausgängen beinhalten bessere Karten bereits einen digitalen Video Ein- und Ausgang.

Die Firma Dazzle bietet mittlerweile sogar eine
Stand-Alone Hardware an, die ohne jeglichen Eingriff in den PC funktioniert. Mittels beigefügter IEEE- Verbindungsleitung wird eine Box direkt mit der Firewire- Buchse des Rechners verbunden.


Minimalanforderung wäre:

Pentium II mit 400 MHz
RAM-Speicher 64 MB
ein freier 32-Bit PCI Steckplatz
16-Bit Grafikkarte
kompatiblen 48-kHz Soundkarte
CD-Rom-Laufwerk
500 MByte freien Festplatte
20-GByte Festplattenlaufwerk
Betriebsystem Windows 98 oder 98SE/ME

Ideal wäre:

Pentium
IV mit 1600 - 2000 MHz u. mehr
RAM-Speicher min. 510 MB
zwei freie 32-Bit PCI Steckplätze
48-Bit Grafikkarte
entsprechende 48 KHz Soundkarte
CD-Rom Laufwerk
CD-RW Laufwerk
2 - 10 GByte freie IDE Festplatte
100 GByte Festplattenlaufwerk (optimal wären SCSI-Laufwerke)
Betriebssystem Windows ME/2000/XP

Die eigene Zusammenstellung von Hard und Software ist für einen Computerlaien sehr problematisch.
Und sich nur auf irgendeinen Computerverkäufer zu verlassen kann ein Abenteuer sein, da die wenigsten eine entsprechende Erfahrung mit der optimalen Konfiguration von Videoschnitt-PCs haben.

Wenn die Finanzen es zulassen, sollten Sie sich an einen kompetenten Fachhändler wenden, der im Videoschnittbereich selber tätig ist und daher über die notwendige Erfahrung verfügt.

Aus vielen Erfahrungen mit frustrierten Amateuren kann eine scheinbar günstigere Lösung durch die Selbstzusammenstellung eines Schnittcomputers im nachhinein erheblich teurer werden als ein Komplettkauf. Zudem kommt es durch die auftretenden Frustrationen dann häufig vor, dass das Videohobby von der großen Euphorie in eine tiefe Enttäuschung abgleitet und dadurch wieder schnell aufgegeben wird.

Meine obigen Ausführungen finden  in den einschlägigen Internet-Foren der verschiedenen Anbieter ihre Bestätigung.
Dort finden Sie Legionen von "Hilfesuchenden" die sich verzweifelt an die Tapferen wenden, welche ihre leidvollen Erfahrungen bereits hinter sich gebracht haben und sich trotz allem Frust mit der Ausdauer eines Sisyphus durch das ganze Elend gewurstelt haben.

Übrigens sind die Hilfestellungen mancher Hard- und Software-Lieferanten relativ bescheiden, da bei Problemen jeder dem anderen den Schwarzen Peter zuschiebt.
Allein daher kann ich nur empfehlen einen komplett fertig konfigurierten PC mit dem ausgewählten Video-Schnittsystem anzuschaffen, da Sie bei Problemen immer nur einen Ansprechpartner haben, der durchweg über hervorragende Kenntnisse über seine eigenen Produkte bzw. Zusammenstellungen verfügt.

Tipps über die optimale PC-Type eines Herstellers und/oder die Bearbeitung von Videofilmen am PC sind wegen der ungeheuren Vielfalt und der unterschiedlichen Programme in diesem Rahmen nicht möglich, da dieser Markt auch laufend in starker Bewegung ist.
Ein Beispiel ist die durch ihre hervorragenden Produkte bekannt gewordene Süddeutsche Firma Fast, die vor kurzem von der Firma Pinnacle geschluckt wurde.

In der Vergangenheit haben sich aber einige Hersteller von Video-Schnittprogrammen heraus- kristallisiert die optimale Produkte liefern. Ich denke da an Avid, Pinnacle, Canopus, Matrox, Aist u. andere. Die aufgeführten Firmen haben große Erfahrungen in den zurückliegenden Jahren durch die Entwicklung professioneller Programme gesammelt, von denen nun die Videoamateure  preiswert profitieren können, und dies offensichtlich auch tun.
Einige Programme für den Amateurbereich stehen den professionellen Entwicklungen für fünfstellige Summen kaum noch nach, wobei diese nur einen Bruchteil kosten.

Immer mehr kleinere bis mittlere Produktionsfirmen bearbeiten ihre Projekte wegen der immer härter werdenden Marktlage mit diesen preiswerten Schnittprogrammen, da durchweg die gleichen Kodierungen Verwendung finden und so ein Qualitätsunterschied nicht sichtbar ist.

Ein typisches Beispiel ist die Firma Canopus, die bei all ihren unterschiedlichen Produkten den gleichen Codec mit gleichen Chips auf den Karten verarbeitet, wobei das Amateurlager mit den identischen Hardwareteilen aus der professionellen Produktion bedient wird.

Der eigentliche Unterschied, der den erheblich höheren Preis ausmacht sind dann nur die zusätzlichen Soft- und Hardwarebeigaben, wie u. a.. ein paar zusätzliche Analog-Digitalwandler damit Komponentenmaterial verarbeitet werden kann.

 

Regeln und Gesetze für den Videofilmer ?

Videofilmer unterliegen ebenso wie Profis gesetzlichen Bestimmungen. Ob dies den meisten Videoamateuren bewusst ist muss bezweifelt werden, denn wer kennt schon all die vielen
Bestimmungen, Vorschriften und Gesetze wirklich?

Verbindliche Richtlinien lassen sich unmöglich auflisten, weil sich die Vorschriften laufend ändern.
Auch im Ausland wird aufmerksam verfolgt, dass dem Hobby "Videofilmen"  immer mehr Menschen anhängen und stellen entsprechend ihre Vorschriften um.

Das Videofilmen wird so wie der Gebrauch einer Fotokamera alltäglicher und daher immer häufiger akzeptiert. Trotz allem ist ein uneingeschränktes Filmen nicht überall erlaubt. Das Filmen von militärischen Einrichtungen z. B. ist fast durchweg immer verboten. Und vielfach dürfen andere Objekte nicht gefilmt werden, auch wenn sie als solche nicht sofort erkennbar sind. Als militärische Objekte werden zum Beispiel auch Botschaften eingestuft.
Besonders im Ausland  findet man häufig Hinweisschilder mit der Aufschrift “No Video” obwohl das Fotografieren fast überall erlaubt ist, scheint man in manchen Ländern eine neue Einnahmequelle gefunden zu haben, wobei dann gegen eine saftige Gebühr fast immer alles möglich ist.


Etwas anderes sind natürlich die verschiedenen Glaubensrichtungen. Besonders in den islamischen und afrikanischen Ländern verbietet es sich von selbst die religiösen Gefühle der Menschen  durch ungezügeltes Draufloshalten zu verletzen.

Mindesten sollten die Menschen wenn möglich vorher gefragt werden, ob sie damit einverstanden sind. Häufig ist mit einem kleinen Betrag das Problem zu beheben.

Und falls unbedingt bestimmte Szenen
gefilmt werden müssen, so sollte dies möglichst mit "versteckter Kamera" geschehen. Klein genug sind ja die meisten Camcorder mittlerweile.                                 

Ein Hilfsmittel bieten wir an, mit dem Aufnahmen "Um die Ecke" gemacht werden können.
Hier handelt es sich um einen Vorsatz mit Spiegelsystem, das Video-Aufnahmen im Winkel von 90° erlaubt und damit durch die andere Richtungshaltung der Videokamera vollständig der Aufmerksamkeit der gefilmten Menschen entgeht.

Informieren Sie sich vor der geplanten Reise bei dem entsprechenden Länderkonsulat, Reisebüro oder Fremdenverkehrsamt möglichst genau über die Gesetze, Vorschriften und Sitten in Ihrem Urlaubsland.
Es gibt Länder, wo die Einführung einer Videokamera deklariert oder auch eine Kaution gezahlt werden muss, da ansonsten die Einfuhr nicht gestattet wird.
Es soll sogar Länder geben, in denen es fast unmöglich ist eine Videokamera einzuführen, geschweige denn zu benutzen.

Auch bei uns in Deutschland gehört es zum Guten Ton, vor dem Filmen höflich zu fragen, ob keine Einwände bestehen.
Wenn Sie Privatgrundstücke betreten müssen, sollten Sie immer die Genehmigung des Eigentümers einholen.
Bei Aufnahmen im Standesamt und Trauungen in der Kirche sollten Sie unbedingt die Einwilligung der dort Verantwortlichen Personen einholen.

 

Vertonung von Videofilmen

Beim Nachvertonen Ihrer Videofilme sollten Sie darauf Achten wenn Musik von CDs, Schallplatten oder Kassetten verwendet werden, diese nur im privaten Kreis vorzuführen!. Führen Sie Ihren Videofilm in der Öffentlichkeit vor, auch wenn Sie dafür keinen Eintritt verlangen, könnte dies durchaus Probleme mit der ungeliebten GEMA geben. Denn die Künstler die diese Musik produzierten, haben ein berechtigtes Interesse, das sie bei einer Vermarktung ihrer Leistungen ein Honorar erhalten. Vorab sollte erst einmal Kontakt mit der regionalen GEMA-Stelle hergestellt werden, um sich über die Vorschriften und Gebühren zu informieren. Die GEMA Ist eine GEsellschaft für Musikalische Aufführungs- und Vervielfältigungs-rechte.
Es gibt eine Vielzahl von Verlagen und Studios die eine so genannte GEMA-freie Musik zum Nachvertonen von Videos produzieren und am Markt anbieten. Eine Menge solcher Anbieter findet man im Internet unter “Gemafreie Musik”. Diese Musik unterliegt keiner Kontrolle durch die GEMA und kann  Privat wie auch kommerziell verwertet werden.
Falls Sie GEMA-freie Musik suchen, können Sie sich auch an uns wenden!

 
 
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